Unverändert hohe Kosten bei Motorradschäden


Aktuelle Analyse der Versicherungsbestände von CarGarantie

Erneut hat die CG Car-Garantie Versicherungs-AG ihre Versicherungsbestände ausgewertet, um Schadenanfälligkeiten und Kostenfaktoren bei Schäden an Motorrädern zu analysieren. Hierzu wurden ausgelaufene Gebraucht- und Neumotorrad-Anschlussgarantien aller Marken und Modelle aus dem vergangenen Jahr betrachtet. Die Laufzeiten der Garantien betrugen zwischen 12 und 36 Monaten. Dabei bestätigt sich der Trend der vorhergehenden Jahre: Steigende Technikkomplexität führt auch weiterhin zu kostspieligen Reparaturen.

Reparaturkosten unverändert hoch

Aufwändige Technik macht heutzutage das Fahren so komfortabel wie noch nie zuvor. Das bedeutet aber auch, dass Motorradfahrer sich wieder mit Schäden an ihren Bikes auseinandersetzen müssen, und hier kann die komplexe Technik zu hohen Kosten führen. Die Schadenanalyse von CarGarantie zeigt, dass sich die durchschnittlichen Reparaturkosten weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen: Im Schnitt kostete ein Schaden an einem Neu- oder Gebrauchtmotorrad im Jahr 2017 weiterhin knapp 400 Euro.

Bei der Reihenfolge der kostspieligsten Bauteile zeigt sich wenig Veränderung. Weiterhin befindet sich bei Gebrauchtmotorrädern der Motor auf Platz 1 der teuersten Reparaturen, gefolgt von der elektrischen Anlage und dem Getriebe. Während der Anteil des Motors an den Gesamtschäden mit 23,5% nahezu identisch blieb (2016: 23,4%), erhöhte sich der Anteil der elektrischen Anlage von 21,8% 2016 auf 23,4% 2017. Dafür sank der Anteil des Getriebes um 2Prozentpunkte auf 13,7%. Alles in allem machten auch im vergangenen Jahr Schäden an diesen drei Bauteilen deutlich mehr als die Hälfte aller Reparaturkosten aus.

Ein ähnliches Bild bietet sich auch bei den Neumotorrädern: Unverändert befinden sich die Anteile von Motor, elektrischer Anlage und Getriebe an der Gesamtsumme auf den Plätzen 1, 2 und 3.

Elektrische Anlage in fast einem Drittel aller Fälle betroffen

Auch im Jahr 2017 bleibt die elektrische Anlage das anfälligste Bauteil. Tatsächlich steigt bei den Gebrauchtmotorrädern der Anteil erneut an, um 1Prozentpunkt auf 30,8%. Damit betrifft bei den Gebrauchtmotorrädern fast ein Drittel aller Schäden die Elektrik. Bei Neumotorrädern sank der Anteil hingegen leicht, macht mit 26,1% (2016: 26,5%) aber immer noch mehr als ein Viertel aus.

Auf Platz 2 und 3 liegen sowohl bei Gebraucht- als auch bei Neumotorrädern der Motor (13,9% bei gebrauchten bzw. 11,4% bei neuen Motorrädern) und das Getriebe (10,4% bzw. 9,6%).

Frühes Auftreten von Schäden bei Gebrauchtmotorrädern

Die meisten Schäden an Motorrädern treten schon früh auf. Bei den Gebrauchtmotorrädern beträgt der Anteil der Schäden innerhalb der ersten 10.000 km nach Garantiebeginn deutlich über 90%. Bei Neumotorrädern sind es immer noch mehr als die Hälfte aller Schäden. Naturgemäß zeigt sich ein ähnliches Bild bei der Aufschlüsselung der Anzahl der Schäden nach Tagen: 88,5% (Gebrauchtmotorräder) bzw. 42,8% (Neumotorräder) aller Schäden treten innerhalb der ersten 360 Tage nach Garantiebeginn auf. Während dies bei den Gebrauchtmotorrädern ein Rückgang um 0,4Prozentpunkte ist, stieg der Anteil bei den Neumotorrädern um 1,3Prozentpunkte.

Rudolf Schwär, Leiter Motorrad CarGarantie:

„Auch 2017 zeigt sich, dass Defekte an Motorrädern ins Geld gehen können. Gerade die teuren Bauteile wie Motor und Getriebe sind auch diejenigen, die am häufigsten Schäden davontragen – eine Folge der auch weiterhin steigenden Komplexität sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtmotorrädern. Auch deshalb ist der Schutz durch eine Garantie so sinnvoll: Biker müssen keine Sorgen vor unerwarteten Kosten durch Reparaturen haben, Händler profitieren von zufriedeneren Kunden und höherer Kundenbindung. Daher lohnt es sich, sich Gedanken über eine Garantie zu machen.“